Ü40 scheitert in der 2. NFV-Qualifikationsrunde am FC Roddau

ue40 small170830olk Radbruch Die NFV-Endrunde2018 in Cuxhaven findet ohne die Ü-40 des MTV statt. Die Rothosen unterlagen beim in der abgelaufenen Saison ungeschlagenen Meister des Kreises Harburg, dem FC Roddau mit 1:3 und können das Sommermärchen von 2017, als die Turner eine sehr gute Endrunde in Winsen gespielt haben, somit nicht weiterschreiben.

Dabei kam der Meister des Kreises Lüneburg, der ohne die verhinderten Oliver Wieben und Jens Sudeikat in den benachbarten Kreis Harburg reisen musste, von Beginn an gut in die Partie.

Gut von Trainer Peter Schirrmacher eingestellt und ausgestattet mit einem gesunden Selbstvertrauen gingen die Rothosen das Spiel, auf das man sich von Lüneburger Seite aus schon länger fokussiert hatte, an. Von Beginn an stimmte die Ball- und Passsicherheit, so dass sich der MTV recht schnell eine optische Dominanz erarbeitete.

Da auch die Deckungsreihe der Turner sehr konzentriert wirkte und somit die Offensive um den früheren LSK Spieler und immer noch sehr agilen Sturmführer der Gastgeber, Marco Höhne, nicht zur Entfaltung kommen ließ, musste einem als Anhänger der Turner in dieser Phase nicht Bange um die Lüneburger sein.

Mit zunehmender Spieldauer ergaben sich auch einige Torchancen für die Gäste, die aber noch vergeben wurden. Die Gastgeber hingegen kamen zu kaum nennenswerten Offensivaktionen.

Und als alle sich schon auf einen torlosen Pausenstand einstellten, schlugen die Rothosen in Person ihres eiskalten Torjägers Peter Schirrmacher zu. Zuvor drangen die Lüneburger mit einer gekonnten Kombination in den Strafraum der Gastgeber ein, so dass Timm Sabatino zum Torabschluss kam. Dessen Schuss konnte der Torhüter der Gastgeber zwar parieren, aber den Abpraller setzte Peter Schirrmacher in Manier eines Torjägers sicher in die Maschen des FCR Tores.

Somit ging der MTV nach einer sehr guten 1. Halbzeit mit einer sich gut anfühlenden 1:0 Führung in die Kabine.

FC Roddau

 

FC Roddau - MTV Treubund

 

3 : 1 ( 0 : 1 )

MTV Treub klein1

In der Kabine sprach der Coach Peter Schirrmacher seinem Team für die couragierte Leistung sein Lob aus, mahnte aber zugleich vor der Stärke der Gastgeber. Und so wählte man, vergleichbar zum Punktspielerfolg gegen den SV Scharnebeck vom Freitag, die im Vergleich zur Hälfte 1 etwas vorsichtigere und defensiver ausgelegte Strategie der Ballkontrolle.

Rückblickend lässt es sich auch nach Spielende nicht abschließend analysieren, ob es an dieser gewählten Strategie der Turner oder an der mutigeren Spielweise der Gastgeber lag, dass dem MTV mit zunehmender Spieldauer in der 2. Hälfte die Spielkontrolle aus den Fingern glitt. Fakt war, dass die Gastgeber mehr Zug zum Tor entwickelten und sich auf Turner Seite kleinere Fehler einschlichen, die man in der 1. Hälfte im MTV Spiel nicht erkennen konnte.

Es spielte dem Harburger Meister zudem in die Karten, bereits nach 5 gespielten Minuten im 2. Durchgang zum 1:1 Ausgleich gekommen zu sein. Und dieses Tor fiel quasi aus dem Nichts. Ein Stürmer der Harburger setzte sich an der Grundaußenlinie im Strafraum der Rothosen durch und chippte den Ball über die Turnerabwehr einschließlich Torhüter Olaf Kranz auf die entblößte linke Angriffsseite der Gastgeber. Der dort in der Verlängerung des langen Pfostens postierte, völlig freistehende Angreifer der Harburger brachte von dort aus den Ball aus einem für ihn nicht ganz einfachem Winkel per Kopf zum Entsetzen der Lüneburger im Tor der Gäste unter.

Damit waren die Karten neu gemischt. Zumal der Gastgeber es in der 2. Hälfte noch besser als in Durchgang eins verstand, einen sehr geordneten und kompakten Defensivverbund aufzubauen, der den Stürmern der Lüneburger beharrlich, kompromisslos und hart, aber zumeist fair zusetzte. Die Folge war, dass der MTV während der gesamten 2. Spielhälfte zu kaum nennenswerten Torchancen kam.

Der Gastgeber hingegen setzte immer wieder empfindliche Nadelstiche in Form von gefährlichen Konterangriffen. Einer von diesen landete nach einem harten platzierten Schuss von Marco Höhne krachend am Pfosten der Turner. Als kurze Zeit später erneut Marco Höhne die nächste Chance ausließ, als sein nächster Torversuch von Torhüter Olaf Kranz zur Ecke abgewehrt wurde, sollte das Unheil für die Rothosen seinen Lauf nehmen. Konnte die erste Ecke noch verteidigt werden, so landete der darauffolgende Eckball der Gastgeber auf dem Kopf des nicht zugestellten Matthias Stix. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten und brachte so den Gastgeber mit 2:1 in Front. Damit war durch das 2. Kopfballtor an diesem Abend die Partie komplett gedreht.

Auch wenn der MTV nie aufsteckte und noch in Form von zwei von Volker Harms ausgeführten Freistößen zu zwei halbwegs guten Torchancen kam, waren die Turner an diesem Abend nicht mehr in der Lage, diesem gutem Fußballspiel eine Wende zu geben. Vielmehr ermöglichten die Rothosen durch ihren nun zwangsweise gewählten risikoreichen Vorwärtsgang dem Gastgeber Platz für Konter. Einen von diesen nutzen die Harburger dann 3 Minuten vor Schluss zum entscheidenden 3:1.

Unter dem Strich lässt sich festhalten, dass es zumeist schwieriger ist, die NFV-Endrunde zu erreichen als diese erfolgreich zu absolvieren.

Nun müssen die Mannen vom Hasenburger Grund diese bittere Niederlage aus den Kleidern schütteln und mit einer Portion Zuversicht den Versuch unternehmen, erneut den Kreismeistertitel zu erringen. Mit der gestern gezeigten Leistung ist der 7. Titel in Folge keine Utopie, auch wenn der Weg dorthin noch ein sehr langer ist.

Die Tore: 0:1, Peter Schirrmacher, 1:1 , 2:1 , 3:1

Für den MTV spielten: Olaf Kranz, Timo Garbisch, Christian Hultsch, Mark Less, Volker Harms, Timm Sabatino, Maik Alvermann, Olaf Elsner, Peter Schirrmacher, Henrik Hohls,

   
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