Lüneburg, 03.09.2026
Die Dahlenburger baten um Spielverlegung und somit fand das zweite Heimspiel der Turner-Jungs am Donnerstagabend unter Flutlicht statt.
Die Vorzeichen standen gut. Mit dem Rückenwind des letzten Spiels wollte man gegen die bisher punktlosen Dahlenburger die nächsten drei Punkte einfahren. Allerdings schwirrte auch noch die vergangene Saison im Hinterkopf herum, in der man gegen Dahlenburg zweimal leer ausgegangen war.
Mit dem Anpfiff war die letzte Saison passé und man drängte direkt auf die Führung. Schon früh zeichnete sich ab, wie das Spiel verlaufen sollte: Dahlenburg stand tief hinten drin und versuchte fast alles über lange Bälle auf den schnellen und ballstarken Stürmer. Die Treubunder machten das Spiel, suchten die Räume und spielten sich kreativ vors gegnerische Tor. Die Chancenverwertung ließ allerdings zu wünschen übrig.
Kurz vor der Halbzeit setzte Luca Schweig bei einem bereits totgeglaubten Ball noch einmal nach. Der Torwart räumte ihn ab – und zack: Elfmeter. Clausi trat an und verwandelte eiskalt zur verdienten Führung.
In Hälfte zwei konzentrierte man sich darauf, hinten die Null zu halten, versuchte aber gleichzeitig, vorne den Vorsprung auszubauen. Mehrfach scheiterte man unglücklich am gegnerischen Torwart. Mit fortlaufender Spielzeit wurden die ohnehin schon sehr körperlich spielenden Dahlenburger zunehmend ruppiger und holzten auch gerne mal einen um.
Der MTV verteidigte solide und bis auf einen Freistoß, den Torwart Fudurić rauskratzte, kam nicht viel Gefährliches aufs Tor. Doch es kam, wie es kommen musste: Wer sie vorne nicht macht, kriegt sie hinten. Kurz vor Schluss zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt – Elfmeter für Dahlenburg. Die Entscheidung war durchaus strittig, aber da auch der eigene Strafstoß nicht ganz eindeutig gewesen war, konnte man sich eher weniger beschweren.
Torwart Fudurić ahnte die richtige Ecke, machte sich lang und länger, doch der Schütze platzierte den Ball perfekt neben dem Innenpfosten. Keine Chance – 1:1.
Kurz darauf ertönte der Abpfiff und die Frustration war entsprechend groß. Man wollte dieses dreckige Spiel unbedingt gewinnen und vor allem nicht zum Aufbaugegner für Dahlenburg werden. Am Ende blieb jedoch nur ein Punkt und das Gefühl, dass an diesem Abend deutlich mehr drin gewesen wäre.
