Nach zuletzt 4 Punkten aus zwei Spielen gab Treubund-Trainer Frehse die Erwartungen für das heutige Spiel mit: Es galt die kämpferisch erwartete Spielweise des Gegners anzunehmen und so die drei Punkte mit nach Lüneburg zu entführen.
Die Anfangsminuten gehörten auch klar den Turnern und das Spielgeschehen fand fast ausschließlich in der Hälfte der Hausherren statt, ohne jedoch zu zwingenden Torabschlüssen zu führen. Nach 20 Minuten belohnte dann Oliver Höger seine Farben. Nach starkem Steckpass von Jakob Benkert setzte sich Höger im Sechzehner gegen seinen Gegenspieler durch und schob den Ball aus spitzem Winkel ins Tor. Die Führung führte jedoch nicht zu der erhofften Sicherheit. Zwar behielten die Lüneburger die Kontrolle über das Spiel, zu häufig fehlte jedoch die letzte Konsequenz im Spiel. Gute Angriffe wurden fahrlässig hergeschenkt und in der Defensive vereinzelt nicht schnell genug reagiert, sodass auch die Heimelf aus dem nichts zu einzelnen Chancen kam – MTV-Keeper Burke musste allerdings nur einmal in höchster Not klären. Dabei baute er seine Körpergröße geschickt vor dem auf ihn zulaufenden Stürmer auf und nahm ihm jede Chance zum Einschieben.
Auch in der zweiten Halbzeit zeigte sich in den ersten Minuten dasselbe Bild. Der MTV behielt die Kontrolle und setzte sich in der Hälfte des TUS Barendorf fest, lud den TUS aber erneut zu Chancen ein, die aufgrund des stark spielenden Burke und der fahrlässigen Chancenverwertung nicht zum Ausgleich führten. Der MTV zog die richtigen Schlüsse aus dieser Phase und gewann nun endgültig die Kontrolle über das Spiel. Nachdem vermehrt Angriffe der Lüneburger an der Sechszehnerkante gestoppt werden konnten, wartete erneut Höger nach einer zielgenauen Flanke von Niklas Hönemann am zweiten Pfosten und köpfte zum 2:0 der Lüneburger ein (65.). In der Folge merkte man den Gastgebern zunehmend an, dass sie mit nur einem Ersatzspieler bei den warmen Temperaturen an ihre Grenzen kamen und immer mehr dem Ball hinterher liefen. Sergej Gabel nach starker Einzelleistung im Sechzehner (70.) und Lars Kühlcke nach einem zielstrebig ausgespielten Konter (81.) sorgten schließlich für den insgesamt verdienten 4:0 Endstand, bei dem sich die Frehse-Elf vor allem vorwerfen muss, dass sie in beiden Halbzeiten wie so häufig einige unkonzentrierte Minuten hatten, in denen sie es versäumt haben, dass Spiel frühzeitig zu entscheiden und den Gegner unnötig Spielanteile geschenkt haben.
Nach nun 7 Punkten aus drei Spielen kommt in der nächsten Woche (07.09.2025, 12:00 Uhr) der bisher punktlose VfL Lüneburg an die Uelzener Straße.
