Ü40 feiert einen versöhnlichen Saisonabschluss

"Team Ölaf" ringt "Team Peter" mit 6:5 nieder

Um sich zum Saisonende noch etwas zu bewegen und um den nach der Niederlage im Pokalfinale gegen den TuS Barendorf immer noch in den Kleidern sitzenden Fussballkater zu vertreiben, wurde vor der Saisonabschlussfeier noch ein Trainingsspiel ausgelobt.
Angesetzt wurde die Partie „Team Peter“ gegen „Team Ölaf“.
Hierbei einigte sich das langjährige Trainerduo Peter Schirrmacher und Olaf Kranz darauf, ihre jeweiligen Teams nach dem klassischen Schulhof Pisspott Wahlsystem 1-2-2-2… zusammenzustellen.
Da Olaf Kranz einen vorher ausgelobten Fussballtipp gewann, durfte er als Erster wählen.

Somit ergaben sich folgende, vom Niveau und Motivation her zwei sehr ausgeglichene Teams.

Team Peter: Rüdiger Neumann, Claas Renner, Jakob Zientek, Florian Heuer, Henning Witte, Sven Meißner, Peter Schirrmacher

Team Ölaf: Holger Könnig, Fritze Weidlich, Patrick Eschen, Frank Schüttmann, Michel Krause, Timm Sabatino, Jörg Marsiske

Getrennte Kabinen, Motivationsreden der Trainer sowie lautstarke Motivationskreise waren Indiz dafür, dass für beide Teams und auch Trainer sehr viel auf dem Spiel stand. Ferner war es das Abschiedsspiel von Fritze Weidlich, der sich zum Bedauern aller Rothosen aus persönlichen Gründen vorest aus dem Spielbetrieb zurückzieht.

Und so ging es rein in die Partie, die von Mark Less überwiegend im Stand geleitet wurde und ihm somit Luft für reichlich Nachspielzeit in beiden Halbzeiten ließ. Da seine Spielleitung von großer Souveränität geprägt war, verziehen ihm beide Teams die beiden üppigen Verlängerungen. Zum Protest hätte die Luft ohnehin nicht mehr gereicht, waren doch Auswechslungen personell nur sehr bedingt möglich, nämlich nur auf Seiten „Team Peter“, und die lediglich einfach.

Zählbar eröffnet wurde das sehr kurzweilige und recht rasante Prestigeduell durch Mittelstürmer Jörg Marsiske, der mit einem satten Schuss Torhüterfels Rüdiger Neumann zum 1:0 überwand.

Stürmerpedant und Spielercoach auf der Gegenseite, Peter Schirrmacher, ließ sich aber nicht lange bitten und egalisierte kurze Zeit später mit einem seiner unnachahmlichen Strafraummoves. Hierbei wackelte er die komplette Team Ölaf Defensive aus, schickte danach Torhüter Holger Könnig per Schussantäuschung auf den saftig grünen Boden des heiligen Grund, umkurvte anschließend dieses liegende Hindernis und egalisierte auf 1:1.

Kurz danach zeigte der 1. FC Köln Fan Sven Meißner, dass er durchaus Stürmerqualitäten besitzt, die sein Lieblingsverein in der kommenden Saison vermutlich benötigt und drehte das Spiel zugunsten von Team Peter. Auf Jörg Marsiskes 2. Treffer antwortete der beste Peter Schirrmacher der letzten 2 Jahre postwendend, so dass es nun 2:3 aus Sicht von Team Ölaf hieß.
Dieses Resultat war allerdings nur ein kurzfristiges Zwischenergebnis. Jörg Marsiske, dessen tiefsitzender Fruststachel der Pokal Niederlage noch immer schwach dosiertes Gift in seinen Körper verströmte, nutzte den Abend zur Therapie und Heilung und egalisierte mit seinem dritten Treffer zum 3:3.
Kurz danach brachte Fritze Weidlich in seinem vorest letzten Spiel für die Rothosen das Team Ölaf wild entschlossen mit einem beherzten Schuss von der Strafraumgrenze mit 4:3 in Front Kurze Zeit danach wäre Halbzeit gewesen. Da allerdings Mark Less „on fire“ war und seine Freunde an diesem Spiel hatte, war dann aber erst deutlich später Halbzeit, als von allen erwartet, am Spielstand änderte sich allerdings bis zur Pause nichts mehr.

Team Peter – Team Ölaf
5:6 (3:4)

Entgegen der Gepflogenheiten der Pflichtspiele verzichteten beide Teamverantwortlichen in der Halbzeit mit ihren Mannschaften in der Kabine zu verschwinden und stellten Ihre Teams im Schaufenster des Spielfeldes auf die 2. Hälfte ein.

Es schien so, als hätte das Team Ölaf den richtigen Schlüssel auf dem Platz gefunden, erhöhte doch Jörg Marsiske kurz nach Wiederanpfiff auf 5:3 und wurde somit von seinem Team als Fussballkater geheilt eingestuft.

Doch einen kleinen Rückfall sollte der Stoßstürmer kurze Zeit später doch noch erleben, klärte er doch auf der gegnerischen Torlinie einen Schuss von seinem Mit- und Abschiedsspieler Fritze Weidlich und verhinderte somit die Vorentscheidung.

Diese leichte Verwirrung im Team Ölaf nutzte das Team Peter rigoros aus und kam kurze Zeit später unter den Augen der neutralen Betrachterin und guten Seele Kerstin Schröder durch die Protagonisten ihres Teams der 1. Halbzeit, Peter Schirrmacher und Sven Meißner tatsächlich noch zum nicht mehr erwarteten 5:5 Ausgleich.

Als sich Schiedsrichter Mark Less schon nach den Modalitäten zum Fortgang des Spiels nach Ablauf der regulären Spielzeit erkundigte und Coach Peter Schirrmacher hektisch versuchte, 5 Neunmeterschützen auf Papier zu bringen, schlug die Stunde von Michel Krause. Normalerweise das Tor hütend, aber in Jugendjahren als Feldspieler und offenbar auch für verrückte Sachen ausgebildet, wurde er an diesem Abend im Team Ölaf fürs Feld nominiert. Und dieser Schachzug zahlte sich kurz vor Ende aus, traf er doch mit einem Distanzschuss, einer genialen Mischung aus Strahl und Lob, zum vielumjubelten Endstand von 6:5 fürs Team Ölaf. Sehr zum Leidwesen des Torhüters des unterlegen Teams, Rüdiger Neumann, für den an diesem Abend dem Vernehmen von Olaf Kranz nach alle Gegentreffer nicht sichtbar und damit unvermeidbar waren.
Nachdem Mark Less zuvor seine Erkenntnisse zur Regelkunde bei einem Unentschieden vertieft hatte und er diese offenbar gleich anwenden wollte, ließ er erneut recht üppig nachspielen. Weitere Tore fielen dann allerdings auch in der Overtime nicht mehr, so dass der Prestigeerfolg auf Seiten von Team Ölaf gefeiert werden konnte. Team Peter kündigte allerdings unmittelbar nach Schlusspfiff die Revanche im nächsten Jahr an.

Somit ist ein versöhnlicher Schlussstrich unter die Ü-40 Saison 2024/25 gezogen, der Fussballkater austherapiert und die Vorfreude auf die Saison 2025/26 geweckt.

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